Lern-Guides

Abiturpunkte aus Kursen und Prüfungen berechnen

Für die Gesamtqualifikation im Abitur werden Ergebnisse aus der Qualifikationsphase und aus den Abiturprüfungen zunächst getrennt gewichtet. Wenn du deine Rechnung mit dem Schulbogen vergleichen möchtest, brauchst du die eingebrachten Kurse, ihre Gewichte und die endgültigen Fachprüfungsergebnisse. Ein durchgerechnetes Beispiel zeigt, warum ein doppelt gewichteter Kurs im Zähler und im Nenner auftaucht.

Zuletzt aktualisiert:

Auf dem Ergebnisbogen fürs Abitur taucht dasselbe Fach oft an mehreren Stellen auf. In Deutsch etwa steht ein Halbjahresergebnis bei den Kursen und das Ergebnis der schriftlichen Prüfung im Prüfungsblock. Beide Einträge gehören zur Gesamtqualifikation, erfüllen aber verschiedene Aufgaben. Wer sie gleich zu Beginn zusammenzählt, kann später schwer erkennen, woher eine Abweichung zur Rechnung der Schule stammt.

Vom Zeugnis die richtige Zahl übernehmen

In der Qualifikationsphase werden Leistungen in Punkten angegeben. Eine Klausur ist dabei etwas anderes als die festgestellte Leistung für das ganze Kurshalbjahr. Hast du auf deinem Schreibtisch noch die letzte korrigierte Arbeit liegen, übertrage trotzdem den Wert vom Halbjahreszeugnis. Auch die Note mit einer Nachkommastelle, die am Ende auf dem Abiturzeugnis steht, ist eine andere Größe. Ein einzelner Kurs wird nach der Oberstufenvereinbarung der KMK mit höchstens 15 Punkten bewertet.

Nimm für die Rechnung eine Kopie des Kursbogens, auf dem die Einbringung für deinen Bildungsgang vermerkt ist. Schreib neben jedes berücksichtigte Ergebnis das zugehörige Gewicht. Ein Kurs, den du besucht hast, muss nicht zwangsläufig in diese Rechnung eingehen. Bei einer unklaren Markierung hilft dir die Übersicht zur Einbringung von Halbjahresergebnissen. Erst wenn feststeht, welche Einträge zählen, lohnt es sich zu summieren.

Block I mit einem gewichteten Mittel berechnen

Für den Kursblock sammelst du zwei Summen. In der ersten steht der Beitrag jeder Leistung: Punkte mal Gewicht. In der zweiten addierst du die zugehörigen Gewichte. Ein doppelt eingebrachter Kurs erhöht also auch den Nenner. Teile die erste Summe durch die zweite. Dieses Zwischenergebnis ist ein Durchschnitt in Kurspunkten und muss noch auf die Skala des Blocks umgerechnet werden.

In der KMK-Berechnung für Block I wird der gewichtete Durchschnitt mit 40 multipliziert. So bezieht sich das Ergebnis auf höchstens 600 Punkte, auch wenn die Zahl der eingebrachten Kurse abweicht. Runde erst das Ergebnis dieser Rechnung nach der angegebenen Regel. Ob und wie ein Fach in deinem Jahrgang mehrfach zählt, entnimmst du dem Bogen deiner Schule und den für dich geltenden Landesvorgaben.

Block II aus den Fachprüfungen bilden

Im Prüfungsblock brauchst du für jedes Prüfungsfach das endgültige Ergebnis. Wenn zu einer schriftlichen Prüfung im selben Fach noch eine mündliche Prüfung kam, kann auf deinem Bogen neben den einzelnen Leistungen bereits ein zusammengeführtes Ergebnis stehen. Verwende diese abschließende Zeile. Sonst behandelst du die zusätzliche Prüfung womöglich wie ein weiteres eigenständiges Prüfungsfach.

Die KMK-Vereinbarung beschreibt für vier Prüfungsfächer die fünffache und für fünf Prüfungsfächer die vierfache Wertung der Fachprüfungsergebnisse. In beiden Fällen sind in Block II höchstens 300 Punkte möglich. Prüfe für deinen Bildungsgang, welche Variante gilt und ob etwa eine besondere Lernleistung berücksichtigt wurde. Eine Spalte mit bereits gewichteten Ergebnissen kannst du direkt summieren.

Beispielplan für eine Kontrollrechnung

Angenommen, der Kursbogen weist 396 gewichtete Punkte bei einer Gewichtssumme von 36 aus. Der Durchschnitt beträgt 11 Punkte. Für Block I ergibt das 11 mal 40, also 440 Punkte. Die Zahl 36 ist in diesem Beispiel die Summe der Gewichte. Würdest du hier nur die sichtbaren Kurszeilen zählen, hättest du bei mehrfacher Wertung einen anderen Nenner.

Für das Beispiel seien vier endgültige Fachprüfungsergebnisse mit 9, 11, 10 und 12 Punkten eingetragen. Ihre Summe ist 42. Bei fünffacher Wertung erhältst du 210 Punkte im Prüfungsblock. Zusammen mit den 440 Punkten aus dem Kursblock sind das 650 Punkte. Die Zuordnung zur Durchschnittsnote ist ein eigener Schritt. Dafür kannst du in der amtlichen Notentabelle nach der passenden Zeile suchen.

Wo sich ein Rechenfehler eingrenzen lässt

Vergleiche zuerst die Blockwerte einzeln. Stimmt der Kursblock nicht, prüfe die Gewichte auf beiden Seiten des Bruchs und kontrolliere, ob ein vorläufiges Halbjahresergebnis noch in deiner Liste steht. Weicht nur der Prüfungsblock ab, markiere die Spalte mit den endgültigen Fachprüfungsergebnissen. Hast du einen schon gewichteten Wert nochmals multipliziert? Wenn beide Blöcke mit der Schule übereinstimmen, kannst du die Addition gesondert prüfen. Ob du bestanden hast, richtet sich auch nach den weiteren Bedingungen für deinen Jahrgang. Dafür ist die Feststellung der Schule maßgeblich.

So bringt dich ExamLuma weiter

Behalte deinen gesamten Lernplan in ExamLuma immer klar im Blick. ↗

Setze dir dein tägliches Lernziel und sieh sofort, wie weit du schon bist. ↗

Halte jede abgeschlossene Lerneinheit unkompliziert fest. ↗

Dein KI-Lerncoach →

ExamLuma — Das heutige Ziel, Entwicklung deiner Übungsergebnisse
Einblick in die App

Häufige Fragen

Was zählt bei einem doppelt gewichteten Kurs doppelt?

Bei der Berechnung des Kursblocks gehen sowohl die Punkte des Kurses als auch sein Gewicht in der Zahl der eingebrachten Ergebnisse doppelt ein.

Kann ich meine Klausurnoten direkt für Block I verwenden?

Maßgeblich sind die von der Schule festgestellten und eingebrachten Halbjahresergebnisse. Einzelne Klausurnoten bilden nur einen Teil der Bewertung im jeweiligen Fach.

Wann lassen sich die Blöcke addieren?

Sobald die endgültigen, bereits gewichteten Ergebnisse beider Blöcke vorliegen, kannst du sie zur Gesamtpunktzahl addieren. Ob die Bedingungen für das Bestehen erfüllt sind, muss zusätzlich geprüft werden.

Quellen & Nachweise

Google Play